Wer aufmerksam in Galway durch den zentralen Eyre Square spaziert, dem fällt mit Sicherheit die kleine Statue eines sitzenden Mannes auf. Es ist die Statue von Padraic O`Conaire, ein traditioneller Seanchai (ein Geschichtenerzähler), der aber auch seine Geschichten in Kurzgeschichten niederschrieb. Und 1910 veröffentlichte er ein Buch auf irisch, Deoraíocht (Exile). Das für die irische Literatur so wichtige Buch liegt in einer deutschen Übersetzung von Gabriele Haefs direkt aus dem Gälischen in deutsch vor. Grund genug, zwei Tage vor dem St. Patrick`s Day das Buch im Rahmen von „Notenschlüssel liest“ zu präsentieren. Das schreibt der Unrast-Verlag, der das Buch veröffentlichte, über das Buch:
Ó Conaire hat als Erster den Nachweis erbracht, dass sich auch mit der gälischen Sprache eine urbane Welt und die komplizierte Psyche einer heillos gebrochenen Figur erfassen lässt. In diesem Roman spürt man noch die irischen Traditionen mündlichen Erzählens.
Der erste moderne Großstadtroman der irischen Literatur. Tragisch, seltsam, bunt wie das Leben. So tragisch die Geschehnisse sind, es ist ein witziges Buch, mitreißend und spannend; eine überzeugende Schilderung des Lebens der untersten Schichten um die Jahrhundertwende, der Tricks, Hoffnungen und Illusionen derer, die keine Chancen haben.
Wir werden am Sonntag, den 15. März 2026 ab 18 Uhr (Puböffnung: 17 Uhr) nicht nur aus dem Buch lesen, sondern auch viel über das Leben von Padraic O`Conaire erfahren, der in seiner Jugend mit einem Eselskarren durch Connemara fuhr und die Menschen dort mit seinen Geschichten einen schönen Abend in den Public Houses bereitete.
Der Eintritt ist frei, wir gehen allerdings mit dem Hut herum.
Termininfos:
Notenschlüssel liest: Exil von Padraic O`Conaire
Sonntag, 15. März 2026, 18:00 Uhr
